XML statt Sichtformat
Rechnungswerte liegen strukturiert vor
Automatisch lesbar
Geeignet für digitale Folgeprozesse
EN-16931-basiert
Deutsche Ausgestaltung des EU-Modells
Prüfbare Regeln
Inhalte und Beziehungen sind definiert
Was steckt technisch in einer XRechnung?
Die XRechnung bildet Rechnungsinformationen in einem XML-Dokument
ab. XML ist ein strukturiertes Textformat, bei dem Daten eindeutig
benannt und hierarchisch angeordnet werden. Eine Software muss
deshalb nicht erraten, ob eine Zahl die Rechnungsnummer, ein
Nettobetrag oder ein Steuerbetrag ist. Die Bedeutung ergibt sich aus
der festgelegten Datenstruktur.
Der Standard beschreibt unter anderem, welche Informationen
enthalten sein müssen, welche Datentypen verwendet werden und wie
einzelne Angaben miteinander zusammenhängen. Für die technische
Abbildung werden festgelegte Syntaxen verwendet, insbesondere UBL
und UN/CEFACT CII.
<Invoice>
<InvoiceNumber>R-2026-001</InvoiceNumber>
<IssueDate>2026-07-11</IssueDate>
<Supplier>Beispiel GmbH</Supplier>
<NetAmount>1000.00</NetAmount>
<TaxAmount>190.00</TaxAmount>
<GrossAmount>1190.00</GrossAmount>
</Invoice>
Warum reicht eine normale PDF-Rechnung nicht aus?
Eine klassische PDF-Rechnung ist in erster Linie für das menschliche
Lesen bestimmt. Zwar kann ein PDF auf dem Bildschirm geöffnet und
ausgedruckt werden, doch die darin enthaltenen Werte sind nicht
zwingend eindeutig als strukturierte Rechnungsfelder hinterlegt.
Eine Buchhaltungssoftware muss die Angaben deshalb manuell,
regelbasiert oder mithilfe von Texterkennung und künstlicher
Intelligenz auslesen.
Bei einer XRechnung ist die Bedeutung der Daten technisch
festgelegt. Der Rechnungsempfänger kann die XML-Datei automatisiert
einlesen, Pflichtangaben prüfen und die Werte in nachgelagerte
Systeme übernehmen. Das reduziert Medienbrüche und kann den
manuellen Erfassungsaufwand deutlich verringern.
Wichtig ist jedoch: Eine XRechnung ist üblicherweise kein optisch
gestaltetes Rechnungsdokument. Ohne eine geeignete Darstellung wirkt
sie für Menschen wie technischer Quelltext. Ihr eigentlicher Vorteil
liegt in der maschinellen Verarbeitung und nicht im visuellen
Erscheinungsbild.
Invarexo verbindet lokale Erkennungslogik, Textauslesung, OCR,
Plausibilitätsprüfungen und KI-Unterstützung. Die Rechnung wird dabei
nicht einfach nur in ein anderes Dateiformat umbenannt. Zuerst müssen
die relevanten Inhalte erkannt, fachlich zugeordnet und anschließend in
die strukturierte XML-Systematik übertragen werden.
1
Rechnung importieren
Eine PDF- oder Bilddatei wird einzeln oder innerhalb eines Dokumentenstapels übernommen.
2
Text erfassen
Vorhandener PDF-Text wird ausgelesen. Bei Scans oder Fotos kommt zusätzlich OCR zum Einsatz.
3
Daten erkennen
Rechnungsnummer, Datum, Parteien, Beträge, Steuern, IBAN und weitere Angaben werden identifiziert.
4
Inhalte zuordnen
Die erkannten Werte werden den passenden fachlichen Rechnungsfeldern zugeordnet.
5
Plausibilität prüfen
Summen, Steuerwerte, Pflichtangaben und erkennbare Zusammenhänge werden kontrolliert.
6
XML erzeugen
Aus den aufbereiteten Daten wird die strukturierte XRechnungs-Datei erstellt.
Der genaue Inhalt hängt vom Geschäftsvorgang und den Anforderungen des
Empfängers ab. Typischerweise werden jedoch deutlich mehr Informationen
strukturiert abgebildet als nur Rechnungsnummer und Endbetrag.
01
Rechnungsidentifikation
Dazu gehören Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Rechnungsart, Währung sowie gegebenenfalls Bestell- oder
Vertragsbezüge.
02
Verkäufer und Käufer
Namen, Anschriften, Länderkennzeichen, steuerliche Angaben und elektronische Adressen können
strukturiert hinterlegt werden.
03
Rechnungspositionen
Leistungen oder Artikel werden mit Beschreibung, Menge, Einheit, Einzelpreis, Steuerkategorie und
Positionssumme abgebildet.
04
Steuern und Summen
Nettobeträge, Steuersätze, Steuerbeträge, Zuschläge, Nachlässe und der zu zahlende Gesamtbetrag werden
nachvollziehbar angegeben.
05
Zahlungsinformationen
Zahlungsziel, Fälligkeitsdatum, Zahlungsreferenz, IBAN und weitere Angaben unterstützen die
automatische Weiterverarbeitung.
06
Empfängerspezifische Daten
Bei öffentlichen Auftraggebern können zusätzliche Angaben wie eine Leitweg-ID oder interne Referenzen
erforderlich sein.
Klassische PDF-Rechnung
Für Menschen gut lesbar
Eine PDF-Rechnung zeigt das gewohnte Layout mit Briefkopf, Tabellen,
Logo und Summenblock. Für die automatische Verarbeitung müssen die
Werte jedoch zunächst erkannt und interpretiert werden.
- Optisch gestaltet und direkt lesbar
- Einfach per E-Mail oder Download übertragbar
- Daten nicht zwingend strukturiert hinterlegt
- Manuelle Erfassung oder Erkennung häufig notwendig
XRechnung
Für Software eindeutig strukturiert
Eine XRechnung besteht aus strukturierten XML-Daten. Software kann
die einzelnen Angaben gezielt ansprechen, prüfen und in digitale
Geschäftsprozesse übernehmen.
- Maschinenlesbare Rechnungsinformationen
- Standardisierte Feldbedeutungen und Beziehungen
- Automatisierte Prüfung und Verarbeitung möglich
- Kein klassisches visuelles Rechnungslayout erforderlich
</>
R-2026-001.xml
Strukturierte XRechnung mit maschinenlesbaren Rechnungsdaten
Der Nutzen für Unternehmen
Weniger manuelle Erfassung und bessere digitale Weiterverarbeitung
Strukturierte Rechnungsdaten können direkt in geeignete
Buchhaltungs-, ERP-, Prüf- oder Archivierungsprozesse übernommen
werden. Dadurch müssen Werte nicht bei jedem Verarbeitungsschritt
erneut abgetippt werden. Das spart Zeit und reduziert das Risiko von
Übertragungsfehlern.
Auch die Prüfung wird transparenter. Pflichtangaben, Summen und
definierte Geschäftsregeln lassen sich automatisiert kontrollieren.
Fehlerhafte oder unvollständige Rechnungen können dadurch früher
erkannt und gezielt nachbearbeitet werden.
- Rechnungswerte stehen strukturiert zur Verfügung
- Weniger manuelle Dateneingabe in Folgesystemen
- Einheitliche Verarbeitung unterschiedlicher Rechnungssteller
- Automatisierte fachliche und technische Prüfungen möglich
- Bessere Grundlage für digitale Archiv- und Buchhaltungsprozesse
- Geeignet für Einzelverarbeitung und große Dokumentenstapel
Bekannt wurde die XRechnung vor allem durch den Rechnungsaustausch mit
öffentlichen Auftraggebern. Sie ist jedoch zugleich ein Beispiel dafür,
wie strukturierte Rechnungsdaten auch in privatwirtschaftlichen
Prozessen den Automatisierungsgrad erhöhen können.
🏛
Lieferanten öffentlicher Stellen
Unternehmen, die öffentliche Einrichtungen beliefern, müssen die konkreten Vorgaben des jeweiligen
Rechnungsempfängers beachten.
🏢
Unternehmen mit vielen Rechnungen
Bei hohem Dokumentenaufkommen lohnt sich die strukturierte Verarbeitung besonders, weil wiederkehrende
Erfassungsschritte automatisiert werden können.
💼
Buchhaltung und Verwaltung
Buchhaltungsabteilungen, Steuerkanzleien und Verwaltungen profitieren von einheitlichen,
maschinenlesbaren Rechnungsinformationen.
Die XRechnung macht aus einer optisch dargestellten Rechnung einen
eindeutig strukturierten Datensatz, den Software gezielt prüfen und
weiterverarbeiten kann.